Der Challenge Camerounais ist in den letzten Jahren zu einer der größten Zusammenkünfte in der afrikanischen Diaspora weltweit geworden. Die Zielsetzung dieses Ereignisses, das von Beginn an im Jahre 1992 dem Sport hauptsächlich gewidmet war, wurde im Laufe der Jahre mit dem wachsenden Interesse und immer größeren Andrang um kulturelle Aspekte ergänzt. Im Jahre 2006, als der CC in Bremen Station machte, wurde das Business SocialForum (BSF) aus der Taufe gehoben. Erst mit diesem Event konnte der Challenge der mittlerweile heterogenen Struktur der kamerunischen Diaspora – angesichts deren wachsenden Anteils hochqualifizierter Angestellter und Unternehmer – gerecht werden.

Das BSF ist eine Austauschplattform rund um die Themen “Sozial” und “Business” innerhalb des “Challenge Camerounais”.  Frei nach dem Motto “das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden” erfreut sich dieser Event mit über 500 Teilnehmern immer größerer Beliebtheit. Das Potential und die Rolle der Diaspora stehen dabei besonders im Vordergrund, da diese häufig in der Entwicklungszusammenarbeit – trotz ihres wichtigen Rolle als Brücke „zwischen zwei Welten“ – vergessen werden.

Thema, Motivation und Ziele

Der Wandel in der kamerunischen Diaspora von einer überwiegend aus Studenten bestehenden Gruppe hin zu einem diversifizierten Konglomerat aus hochqualifizierten Fachkräften, Unternehmern, Sportlern, Studenten u.v.m. geht mit neuen Fragestellungen und Schwerpunkten einher. In der Tat sind ein Austausch innerhalb der Community sowie eine starke Interaktion mit ihrer Wahlheimat Deutschland für deren Integration und Entfaltung unabdingbar. Eine strategische Weiterentwicklung des BSF ist daher wichtig, um diese neuen Herausforderungen zu meistern.

Das Entwicklungsland Kamerun verzeichnet mit 4,4% Wachstum im Jahr 2011 eine der höchsten Rate unter den Ländern Zentralafrikas. Diese vergleichsbare gute Wirtschaftslage und die daraus resultierende Prognose für die nächsten Jahre zeugen von einer Dynamik, die momentan im Land herrscht.  Neben vielen staatlichen Projekten ist vor allem eine gute Entwicklung in der privaten Wirtschaft zu beobachten. Das große Interesse von ausländischen Investoren ist der Beweis dafür, dass das Land wirtschaftlich viele Investitionsmöglichkeiten bietet.

Nach Informationen des Statistischen Bundesamts waren zum Wintersemester 10/12 5783 kamerunische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Sie stellen damit die größte Gruppe aller afrikanischen Studenten in Deutschland. Mit 718 Studierenden, die alleine im Jahr 2011 ihre Abschlussprüfungen bestanden haben. Die große Anzahl von kamerunischen Ingenieure oder Ärzte, die in Deutschland ihren Beruf ausüben bestätigt diese Erkenntnis und zeigt, dass die kamerunische Gemeinschaft in Deutschland zu den fleißigsten Weltweit zählt. Nun stellt sich die berechtigte Frage was die Rolle diese Gemeinschaft im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Heimatlandes sein kann. Wie kann jeder einzelner Teil des dynamischen Wachstumsprozess sein, das momentan im Land zu beobachten ist?

Um Antworten auf solche Fragen zu finden, beschäftigt sich das Business Social Forum mit seinen Gästen anhand eines festgelegten Themas während des Events.

Folgende Personengruppen und Kreise sind in diesem Projekt involviert:

  • In Deutschland lebende WissenschaftlerIinnen, ForscherInnen und Ingenieure
  • ExpertenInnen, Programm- und ProjektmanagerInnen aus deutschen, kamerunischen bzw. afrikanischen Unternehmen sowie der Wirtschaft und Politik
  • Vereine der kamerunischen Diaspora in Deutschland
  •  Junge Studenten und Professionals, die das Potential besitzen um erfolgreich an die Aufrechterhaltung des Wachstumsprozesses des Landes mitzuwirken
  • Universitäre und Forschungseinrichtungen aus Deutschland und Afrika
  • Entscheider aus der deutschen und der kamerunischen/afrikanischen Wirtschaft und Politik
  • Unternehmen, Unternehmer, NGO aus Deutschland
  • Unternehmen, Unternehmer, NGO aus Kamerun
  • Kamerunische Diaspora

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